Schicksalsschlag auf dem Weg nach Sotchi

Hallo meine Lieben,

ich möchte mich entschuldigen, dass ich so lange nichts von mir hab hören lassen. Aber ein schwerer privater Schicksalsschlag hat mich ereilt. Am 31.Mai ist mein geliebter Papa und langjähriger Trainer verstorben. Er war sehr krank im letzten Jahr und hatte aber eigentlich den Weg zurück ins Leben nach langem Kampf wieder geschafft, aber von heut auf morgen war auf einmal alles vorbei. Mit dem Gedanken Tod hatten wir uns während seiner Krankheit nie befasst, weil für uns immer alles positiv empfunden wurde, auch wenn Höhen und Tiefen dazu gehörten. Er hat gekämpft bis zum Ende, weil er noch viele Träume hatte, aber einer war ganz groß und diesen hat er mit mir geteilt. Die Olympischen Spiele im  kommenden Jahr waren sein größter Traum für mich. Viele Kämpfe hatte ich in meiner Laufbahn zu bestreiten, aber jetzt hat er mich vor den größten Kampf meines Lebens gestellt. Meinen Papa zu verlieren war und ist noch immer für mich das Schlimmste, was passieren konnte. Aber eins steht fest, er hätte nicht gewollt, dass ich jetzt aufgebe. Aus diesem Grund habe ich den Kampf aufgenommen, unser gemeinsames Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und kämpfe jeden Tag ein Stück mehr. Obwohl es schwer fällt, diesen Weg ohne ihn zu gehen. Aber er war derjenige, der mich zu dieser Kämpfernatur gemacht hat. Ich kann  an dieser Stelle kurz und knapp sagen, dass die Vorbereitung auf dem Weg zu den Olympischen Spiele 2014 in Sotchi, trotz allem, voll nach Plan verläuft. Der erste Lehrgang in Livigno auf dem Rad im Juni liegt hinter mir und die ersten Testergebnisse sagen aus, dass ich viel vom Niveau der vergangenen Saison mit in die neue Vorbereitungsphase genommen habe und sogar noch etwas ausgebaut habe. Im Moment verweile ich zum 4 wöchigen Sommereistraining in Inzell, welches am 25. und 26.Juli 2013 mit der Deutschen Mehrkampfmeisterschaft, beendet wird. Meine Mama und tolle TeamkollegenInnen ;) begleiten mich hier in dieser schweren Zeit und ich weiß, dass von irgendwo auch du, Papa, mir zuschaust. Ich verspreche  dir und all meinen Unterstützern zu kämpfen und alles zu geben, damit unser gemeinsames Ziel, im Februar, nicht mehr nur noch ein Traum ist.Begonnen haben wir den Weg zu dritt, weiter gehen werden wir ihn zu zweit und mit all den Menschen, zusammen, die uns immer zur Seite standen und stehen.

Also Ihr Lieben, bleibt mir gewogen und drückt bitte so fleißig die Daumen, wie Ihr es immer getan habt.

Eure Bente